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06Webhosting & WordPress

PHP-Version und php.ini-Einstellungen ändern

PHP-Version (8.2 bis 8.5) deiner Nexthosting-Website wechseln, memory_limit und upload_max_filesize im php.ini-Editor ändern und Fehlerprotokolle lesen.

Kurz gesagt

Jede Website hat ihre eigene PHP-Version. Du stellst sie im Webpanel bei der Website unter Advanced → Developer tools → PHP version ein. Zur Wahl stehen PHP 8.2 bis 8.5, Standard ist 8.4. Im selben Bereich änderst du mit dem php.ini-Editor Werte wie memory_limit oder upload_max_filesize und findest das PHP-Fehlerprotokoll.

Version Empfehlung
PHP 8.5 die neueste Version. Nimm sie, wenn deine Software sie ausdrücklich unterstützt.
PHP 8.4 Standard bei Nexthosting, für aktuelles WordPress und die meisten CMS die sichere Wahl.
PHP 8.3 für Software, die mit 8.4 noch Probleme hat.
PHP 8.2 nur für ältere Software, die noch nicht angepasst ist. Plane ein Update.

Ältere Versionen (7.x, 8.0, 8.1) gibt es nicht mehr, weil sie keine Sicherheitsupdates bekommen. Welche Version deine Software braucht, steht in ihrer Dokumentation; für WordPress unter wordpress.org/about/requirements. Prüfe auch Plugins und Themes – sie sind meist das Nadelöhr.

PHP-Version gefahrlos wechseln
  1. Plugins und Theme aktualisieren
  2. Auf Staging testenneue Version auf der Kopie einstellen
  3. Läuft alles?
  4. Live umstellengleiche Version auf der echten Seite
  5. Fehlerprotokoll prüfen
  1. Öffne im Webpanel Websites und klicke auf die Website.
  2. Wähle oben Advanced und dann Developer tools.
  3. Scrolle zu PHP version und wähle die gewünschte Version aus der Liste.
  4. Bestätige im Dialog mit Update. Die Umstellung dauert nur einen Moment.
  5. Klicke deine Seite durch und wirf einen Blick ins PHP-Fehlerprotokoll.

Alle Domains einer Website nutzen dieselbe PHP-Version. Brauchst du für einen Teil eine andere Version, lege dafür eine eigene Website an.

Die Website übernimmt sinnvolle Grundeinstellungen. Einzelne Werte überschreibst du im php.ini-Editor:

  1. Öffne die Website im Webpanel → Advanced → Developer tools.
  2. Scrolle zum php.ini-Editor.
  3. Gib im Feld für die Direktive den Namen ein, zum Beispiel upload_max_filesize, wähle als Typ Text und trage den Wert ein, zum Beispiel 128M.
  4. Bestätige mit Create. Vorhandene Werte kannst du bearbeiten.

Werte, die schon voreingestellt sind, lassen sich bearbeiten, aber nicht löschen.

Direktive Wofür Typischer Wert
memory_limit Höchster Arbeitsspeicher pro PHP-Aufruf 256M für WordPress, 512M für große Shops
upload_max_filesize Größte Datei, die hochgeladen werden darf 64M bis 256M
post_max_size Größte Formular-Übertragung insgesamt; muss mindestens so groß sein wie upload_max_filesize gleich oder größer als upload_max_filesize
max_execution_time Wie lange ein Skript laufen darf (Sekunden) 60 bis 300 für Importe
max_input_vars Anzahl der Formularfelder, z. B. für große Menüs oder Page-Builder 3000 bis 5000
display_errors Fehler im Browser anzeigen Off auf Live-Seiten
date.timezone Zeitzone für PHP Europe/Berlin

Größen schreibst du mit M für Megabyte, also 200M für 200 MB.

PHP schreibt Fehler und Warnungen in die Datei php-error.log. So findest du sie:

  1. Öffne die Website → Advanced → Developer tools.
  2. Suche die Karte PHP und scrolle zu php-error.log.

Die Datei liegt außerdem im Startordner der Website und ist per Dateimanager oder SFTP erreichbar. Was typische Meldungen bedeuten:

Meldung Bedeutung
PHP Fatal error: Allowed memory size … exhausted memory_limit zu klein oder Plugin braucht zu viel
PHP Fatal error: Uncaught Error: Call to undefined function … Code passt nicht zur PHP-Version oder fehlende Erweiterung
PHP Deprecated: … Warnung, dass etwas in einer künftigen Version entfällt – noch kein Fehler
PHP Warning: … failed to open stream Datei fehlt oder falsche Rechte
Maximum execution time of 30 seconds exceeded Skript läuft zu lange, max_execution_time erhöhen oder Vorgang aufteilen

Die gängigen Erweiterungen sind bereits installiert, unter anderem curl, gd (mit WebP), imagick, intl, mbstring, zip, exif, sodium, bcmath, gmp, xsl, pdo_mysql, redis und der Opcode-Cache opcache. Damit laufen WordPress, WooCommerce, Joomla, Contao, Nextcloud-Apps und die meisten Frameworks ohne Zusatzarbeit. Fehlt dir eine Erweiterung, frag beim Support nach.

Welche Erweiterungen aktiv sind, siehst du per SSH mit php -m oder mit einer Testdatei:

<?php phpinfo();

Lege sie als info.php in public_html ab, rufe sie auf und lösche sie danach sofort – sie verrät viele Details über deine Website.

Regelmäßige Aufgaben (z. B. Newsletter verschicken, Importe, WordPress-Cron) legst du ebenfalls unter Advanced → Developer tools an. Gib den Zeitplan und den Befehl ein, zum Beispiel:

Terminal-Fenster
php ~/public_html/cron.php

Für WordPress siehe Geplante Aufgaben.

Kann ich eine eigene php.ini oder .user.ini hochladen?

Abschnitt betitelt „Kann ich eine eigene php.ini oder .user.ini hochladen?“

Nutze den php.ini-Editor im Webpanel. Dort gesetzte Werte gelten sicher für die ganze Website. php_value-Zeilen in der .htaccess sind kein empfohlener Weg und können sogar einen Fehler 500 auslösen.

Nein. Die Änderungen gelten in der Regel nach wenigen Augenblicken. Lade die Seite neu und prüfe den Wert mit phpinfo() oder in WordPress unter Werkzeuge → Website-Zustand → Bericht → Server.

Stellt Nexthosting meine PHP-Version automatisch um?

Abschnitt betitelt „Stellt Nexthosting meine PHP-Version automatisch um?“

Nein, die Version deiner Website wählst du selbst. Halte deine Software aktuell, damit ein Wechsel auf eine neuere Version problemlos klappt, wenn eine ältere einmal nicht mehr angeboten wird.